Die beschlossene Neuregelung der Sperrmüllgebühren im Landkreis stößt bei den Freien Wählern Dachau auf Kritik. In der jüngsten Kreistagssitzung setzten sich Markus Erhorn und Sebastian Leiß für den Erhalt der bisherigen kostenfreien Freimenge von einem Viertelkubikmeter ein. Ihr Antrag fand jedoch keine Mehrheit.
Die beiden Dachauer Kreisräte befürchten, dass der Wegfall der Freimenge und die gleichzeitige Erhöhung der Gebühren zu mehr Diskussionen an den Wertstoffhöfen und möglicherweise auch zu zusätzlichen illegalen Müllablagerungen führen könnten.
Markus Erhorn wies zudem auf die Gefahr von Mülltourismus hin. Gleichzeitig gebe es andere Landkreise, die weiterhin bestimmte Sperrmüllmengen kostenfrei annehmen. „Man sollte sich durchaus anschauen, wie andere Landkreise das lösen. Eine bürgerfreundliche und praktikable Lösung muss möglich sein“, so Erhorn.
Bei der Abstimmung über den Erhalt der Freimenge waren Erhorn und Leiß die einzigen Kreisräte, die dafür stimmten. Konsequenterweise lehnten beide auch die neue Abfallgebührensatzung ab.
Mit einem Augenzwinkern gibt Erhorn den Bürgerinnen und Bürgern noch einen Rat: „Wer ohnehin Sperrmüll zu entsorgen hat, sollte das möglichst noch 2026 erledigen. Ab 2027 könnte es sonst deutlich teurer werden.“
Die Freien Wähler wollen sich weiterhin dafür einsetzen, dass kleinere Sperrmüllmengen am Wertstoffhof möglichst unkompliziert und kostenfrei abgegeben werden können.