Kind bei Unfall ums Leben gekommen | Kurier Dachau

Kind bei Unfall ums Leben gekommen

Der Bus, in dem die Schulklassen unterwegs waren. (Foto: Kreisbrandinspektion Dachau)
Der Bus, in dem die Schulklassen unterwegs waren. (Foto: Kreisbrandinspektion Dachau)
Der Bus, in dem die Schulklassen unterwegs waren. (Foto: Kreisbrandinspektion Dachau)
Der Bus, in dem die Schulklassen unterwegs waren. (Foto: Kreisbrandinspektion Dachau)
Der Bus, in dem die Schulklassen unterwegs waren. (Foto: Kreisbrandinspektion Dachau)

Bei dem schweren Verkehrsunfall, der sich am Mittwoch gegen 12.30 Uhr sich auf der Staatsstraße 2339 zwischen Ampermoching und Ottershausen ereignete, ist ein Kind ums Leben gekommen. Ein mit Schulkindern besetzter Reisebus stieß in einer Kurve nahe der Amperbrücke am Ortsausgang von Ampermoching mit einem Linienbus zusammen. In dem Reisebus befanden sich Grundschüler, die auf einem Ausflug waren; der Linienbus war bis auf den Fahrer leer.

33 Personen verletzt

Die zuerst eintreffenden Kräfte der Feuerwehr Hebertshausen fanden eine Vielzahl verletzter Personen vor und leiteten umgehend die ersten Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen ein. Gemeinsam mit Polizeikräften konnten betroffene Personen aus den Fahrzeugen gerettet und medizinisch erstversorgt werden. Bis zum Eintreffen weiterer Rettungsmittel unterstützten die Feuerwehrkräfte zudem bei der Betreuung der Verletzten.
Insgesamt wurden bei dem Unfall 33 Personen verletzt. Für ein Kind kam jedoch jede Hilfe zu spät, trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Feuerwehr erlag es seinen schweren Verletzungen. Zwei weitere Kinder sowie eine Lehrerin wurden schwer verletzt, zwei Kinder erlitten mittelschwere Verletzungen. Darüber hinaus wurden 28 Personen leicht verletzt, darunter auch die Fahrer der beiden beteiligten Busse. Keiner der beiden Busfahrer war alkoholisiert. Das betonte eine Polizeisprecherin ausdrücklich. Die Verletzten wurden nach der Sichtung und Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Unfallhergang ist noch unklar

Parallel dazu übernahm die Feuerwehr neben der Unterstützung des Rettungsdienstes die Verkehrsabsicherung sowie die Sicherstellung des Brandschutzes. Die Verletzten wurden nach ihrer Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Zur schnellen Versorgung und Verteilung der Patienten waren auch vier Rettungshubschrauber im Einsatz.
Leicht verletzte und unverletzte Betroffene wurden nach der Sichtung durch den Rettungsdienst mit Mannschaftstransportwagen von Feuerwehr und Polizei in das Feuerwehrgerätehaus Ampermoching gebracht. Dort erfolgte ihre weitere Betreuung in einer zentralen Sammelstelle.
Für die betroffenen Fahrgäste sowie deren Angehörige wurde im Feuerwehrhaus Ampermoching die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV-B) organisiert.
Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen stand zudem die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) im Feuerwehrhaus Hebertshausen zur Verfügung.

Im Einsatz waren neben Rettungsdienst, Polizei und THW die Feuerwehren Ampermoching, Haimhausen und Hebertshausen sowie die Kreisbrandinspektion Dachau. Insgesamt waren rund 40 Feuerwehrkräfte an den Maßnahmen beteiligt.
Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten war die Staatsstraße 2339 vollständig gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des schweren Verkehrsunfalls aufgenommen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde zudem ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Dank an die Rettungskräfte

„Meine Gedanken sind bei der Familie des verstorbenen Kindes, den Angehörigen aller Verletzten sowie den vielen Schülerinnen und Schülern, die dieses tragische Ereignis miterleben mussten. Den Verletzten wünsche ich von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung”, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi aus dem Wahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck. „Mein aufrichtiger Dank gilt den zahlreichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei, die sich vor Ort um die Betroffenen gekümmert haben.” Auch Landrat Stefan Löwl (CSU) und Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf zeigten sich betroffen: „Es ist eine unfassbare Tragödie und kaum in Worte zu fassen”, sagte die Ministerin.

north